Angst vor der Digitalisierung – und warum Sie sie haben sollten?

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Fazit

Hier haben wir nur fünf, zugegeben sehr wichtige, Themenkomplexe angesprochen in der die Digitalisierung enorme Veränderungen erzeugen wird. Darüber hinaus aber, wird dieses Thema, in vielen anderen Bereichen auch seine Tribute fordern. Neben Verbesserungen für Unternehmen, Konsumenten, Bürgern und Mitarbeiter, produzieren diese Entwicklungen aber auch sehr grosse Probleme für, vor allem, die westlichen und klassischen Industrienationen in den USA und Europa. Das Gesellschaftssystem wird zunehmend unterwandert. Arbeit bedeutet immer weniger, gleich Leben. Denn die Entwicklung verlangt nach immer mehr hoch qualifizierten Mitarbeitern in Bereichen in denen es kaum welche gibt. Auch auf lange Sicht nicht. Nicht mal die Ausbildungseinrichtungen sind hierzulande darauf vorbereitet. Das heisst, auf der einen Seite werden sehr viele Arbeitskräfte durch die Rationalisierung mit digitalen Systemen freigesetzt und die Suche und der Wettbewerb um hoch talentierte und qualifizierte Arbeitnehmer wird extrem zunehmen. Der „War for Talents“ ist schon durch die Globalisierung im vollem Gange, dazu kommt dann auch noch der zunehmend Wunsch nach Spezialisten in IT und KI für die Digitalisierung. Es wird also eine Zuspitzung um dem Kampf um wenige Talente geben.

Das Verhältnis zwischen entfallenden Arbeitsplätzen und hinzukommenden muss man im Bereich Digitalisierung mit 80 zu 20 annehmen. 80 % der Arbeitsplätze werden entfallen und 20 % werden dazu kommen. Unter dem Strich bedeutet das 60 % Arbeitsplatzverlust in den betroffenen Bereichen. Die Mär, es würden auch genau so viele neue Arbeitsplätze durch diese Entwicklung entstehen, kann man nur Menschen erzählen, die sich mit dem Thema nicht richtig beschäftigen. Quantitativ mag das vielleicht zutreffen, aber qualitativ auf keinen Fall. Man kann einen Strassenbahn-Schaffner eben nicht so schnell zu einem hoch ausgebildeten Softwarespezialisten oder Programmiere machen. Auch einen Truckfahrer nicht. Noch dazu wenn die Strukturen starr sind und die Bezahlung hoch. Es wird für Unternehmen leichter sein Bereiche dorthin zu verlagern, wo sie junge, flexible und qualifizierte Mitarbeiter dafür bekommen und das ist nich in Europa oder den USA, das ist nur in Asien möglich.

Europa wird davon ganz besonders hart getroffen werden. Denn die Flexibilität der Arbeitswelt ist hier besonders starr, anders als z.B. in den USA. Dort sind die Menschen und Unternehmen schon immer gewohnt sich schnell auf neue Umstände einzustellen. Eines der wenigen grossen Vorteile der USA. Die Schwellen- und Entwicklungsländer haben die Vorteile der „grünen Wiese“ auf der sie ihre „Start-Ups“ aufbauen können, ohne durch alte Infrastruktur, wie in Europa, behindert zu werden. Die meist jungen Menschen dort sind zudem hoch motiviert, arbeitswillig und zunehmend top ausgebildet. Besser als in Europa oder den USA. Singapur, Malaysia, Kanada oder Australien z.B. haben ihre gesamte Einwanderungs- und Arbeitswelt schon lange auf die neuen, hoch qualifizierten Anforderungen ausgerichtet. Während man in Europa noch über den Bachelor oder Master diskutiert, lernen dort junge Menschen bereits von Anfang an für die Zukunft. Zuwanderung wird an die Ausbildung gekoppelt. Singapur hat einen Index erstellt in dem sie die Anzahl der qualifizierten Arbeitskräfte im Land misst und betreibt Projekte in denen dieser Anteil erhöht werden soll. Das heisst, Menschen mit niedriger Qualifikation werden aus dem Land gedrängt und Menschen mit hoher Qualifikation werden mit allen möglichen Mitteln herbei gelockt. International. Das gilt als neuer Standortvorteil für Unternehmen.

Wort, wörtlich hat kürzlich ein Politiker aus dieser Region sinngemäss gesagt: soll Europa doch die schlecht ausgebildeten Flüchtlinge aus Afrika aufnehmen und uns die qualifizierten Menschen schicken, dass kann nur zu unserem Vorteil sein. Es ist also höchste Zeit, dass die Gesellschaft in Europa sich dieser Herausforderung stellt und sie nicht weiter negiert. Die Politik fängt jetzt mit ganz zaghaften Projekten an gegenzusteuern, leider, wieder einmal, um Jahrzehnte zu spät. Europa hat sich auf seinen Lorbeeren ausgeruht und die Zeichen der Zeit nicht rechtzeitig erkannt, und jetzt wo der Wald lichterloh brennt, wird auch nur langsam reagiert. Es ist bereist 5 Minuten nach 12 !!

 

 

 

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