Wie digitale Datenplattformen die Demokratisierung von Daten innerhalb von Unternehmen ermöglichen

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Endlose Meetings und quälende Entscheidungsprozesse durch fundierte Informationen beenden und das Business spürbar beflügeln

Agilität ist heutzutage zu Recht ein massgeblicher Erfolgsfaktor. Mit einer agilen Arbeitsweise sind Unternehmen in der Lage, flexibel auf neue Herausforderungen zu reagieren, schnellere Entscheidungen zu treffen und so der Konkurrenz immer einen Schritt voraus zu sein. Aktuelle Markt- und Konsumentendaten auf einer Plattform bieten die ideale Entscheidungsgrundlage, schnell zu reagieren und nachhaltiges Wachstum zu schaffen.

Unternehmen mit agilen Organisationsformen und einem agilen Mindset kommen besser durch Krisen, zeigt eine Studie von Bearing Point (Agile Pulse 2020, Bearing Point). Vor dem Hintergrund der Digitalisierung wird das noch wichtiger: In einer digitalen Welt verändern sich die Kundenbedürfnisse ständig, auch der Wettbewerb wird intensiver. Daher müssen Unternehmen ihr Leistungs- oder Produktportfolio ständig an neue Gegebenheiten anpassen – und bestenfalls nicht nur auf den aktuellen Trend reagieren, sondern den nächsten Trend schon auf dem Schirm haben.

Aktuelle Daten: Die Grundlage für agile Entscheidungsfindung

Um auf neue Trends oder disruptive Marktveränderungen zu reagieren, müssen Unternehmen in kurzer Zeit belastbare Entscheidungen treffen. Flexibilität und Schnelligkeit sind klare Business-Erfolgsfaktoren. Dies gelingt umso besser, je weniger Abstimmungsrunden durchgeführt und je mehr eigenverantwortliche Entscheidungen auf allen Ebenen (Teams, Abteilungen, Geschäftsführung) gefällt werden können.

In siloartig organisierten Unternehmen kann das nicht gelingen: Wenn der Head of Product nur die Produktanforderungen kennt, die Geschäftsleitung auf den Unternehmenszahlen sitzt, nur die Sales-Abteilung die Kundennachfrage erfasst und lediglich das Marketing die neusten Trends verfolgt – wie soll das Unternehmen hier schnell eine Entscheidung herbeiführen? Oft führt das zu nicht enden wollenden, kontroversen Abstimmungsrunden – agil ist das nicht.

Das Fehlen einer von allen anerkannten Datengrundlage löst diesen schwierigen Entscheidungsprozess aus. Anderen Abteilungen Zugriff auf die spezifischen Tools und Daten zu verschaffen, scheitert an Zugriffsrechten oder unterschiedlich strukturierten Dashboards, die mehr verwirren als informieren. Eine zentrale digitale Datenplattform kann dieses Problem lösen und Unternehmen zu mehr Flexibilität verhelfen.

Single Source of Truth: Eine digitale Datenplattform als Entscheidungsgrundlage

Haben alle Entscheidungsträger in einem Unternehmen Zugriff auf alle relevanten Daten, die in einer gemeinsamen Plattform liegen, löst das viele typische Entscheidungsprobleme:

  • Das Fehlen einer gemeinsamen Informationsbasis: Mit einer zentralen digitalen Plattform, die unternehmenseigene und externe Daten anschaulich aufbereitet, werden viele Abstimmungen überflüssig. Über Dashboards kann sich jeder Entscheider die für ihn wichtigen Daten übersichtlich anzeigen lassen.
  • Silodenken im Unternehmen: Wenn die eine Abteilung nicht weiss, was die andere tut, ist ein abgestimmtes, effizientes Vorgehen unmöglich – egal, ob Business Development, Marketing oder HR betroffen sind. Wenn alle relevanten Informationen nicht über zig Tools verteilt auf einer einzigen Plattform vorgehalten werden, reisst das Informationssilos ein und fördert vernetztes Arbeiten.
  • Keine objektiven Daten für die Entscheidungsfindung: Nach wie vor gibt es Unternehmen, die Entscheidungen per „Bauchgefühl“ treffen. Wenn Daten wie Verkaufszahlen oder die Marktposition gegenüber Wettbewerbern im Zeitverlauf digital aufbereitet sind, ermöglicht das datenbasierte Entscheidungen statt eines Blindflugs.

Die Demokratisierung der Daten beschleunigt die Transformation der eigenen Organisation zu einem agilen Unternehmen. Damit ändern sich Prozesse und Arbeitsweisen – eine Änderung, die notwendig ist, um schneller und flexibler auf Veränderungen reagieren zu können.

DeLonghi beispielsweise hat sich bewusst für mehr Flexibilität entschieden: Auf Basis von aktuellen Daten in der digitalen Datenplattform gfknewron bespricht das Management-Team täglich die Lage und das geplante Vorgehen. Alle Teilnehmer sind in Echtzeit über den eigenen Geschäftsbereich informiert. Wie Susanne Harring, Geschäftsführerin von DeLonghi Deutschland GmbH auf dem GfK Insight Summit letztes Jahr sagte: „Nach nur zwei Wochen Übergangszeit war das Meeting eine gesetzte und geschätzte Grösse in den täglichen Abläufen von DeLonghi, die niemand mehr missen wollte.“

Digitalisierung der Geschäftsmodelle, datenbasiertes Arbeiten und agiles Denken sind Grundvoraussetzungen für Erfolg im digitalen Zeitalter. Wir haben bei GfK die Herausforderungen einer solchen Umstellung selbst gespürt, als wir uns vom klassischen Marktforscher zum digitalen Datenunternehmen gewandelt haben. Aufgrund dieser Erfahrung kennen wir die typischen Herausforderungen und können anderen Unternehmen wichtige Hilfestellungen auf ihrem Weg zu Agilität und datenbasierten Entscheidungen geben.

Über den Autor

Dr. Ben Ballensiefen ist Vice President Deutschland bei GfK und berät in dieser Funktion gemeinsam mit seinem Team nationale und internationale Kunden der Tech & Durable sowie FMCG Branche zu zentralen Geschäftsfragen. Zuvor war er als Leiter Client Solutions für das GfK Produktportfolio in Nord, Zentral- und Osteuropa verantwortlich und als Managing Director für die Region Subsahara-Afrika von GfK tätig. Bevor er zu GfK kam, begleitete Ben Ballensiefen verschiedene Führungspositionen in der Telekommunikationsindustrie in Europa und Afrika. Er begann er seine Karriere als wissenschaftlicher Mitarbeiter und später als Geschäftsführer des Lehrstuhls für Marketing an der Universität Münster.

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