Die müssigen Diskussionen um Elektroautos

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Die „Elektroautos“ werden kontrovers diskutiert

Elektroautos sind heute in aller Munde. Keine Frage, sie stellen in wichtigen Industrieländern eine disruptive Veränderung von bestehenden Systemen dar, welche weitreichende wirtschaftliche und persönliche Folgen haben kann. Deshalb betrifft es viele.

Immer, wenn viele Menschen von einer Veränderung betroffen sind, werden die Vor- und Nachteile und Auswirkungen stark diskutiert. Leider werden in solchen Diskussionen oft auch Interessen der einzelnen betroffenen Gruppen vertreten. Und deshalb Märchen, Unwahrheiten oder Fake-News verbreitet. Weil man sich schützen will, weil man die Veränderung abbremsen will oder weil man einfach den Kopf in den Sand stecken will. Das liegt wohl in der Natur der menschlichen Psyche.

Besonders Gruppen, von denen man eigentlich neutrale Berichte erwartet, verbreiten dann auf einmal emotionale Bemerkungen, falsche Nachrichten oder Wertungen. Aus jedem zweiten Wort spricht eine Abneigung gegenüber dem Neuen, das einem Angst macht. Ich weiss wovon ich spreche, ich habe viele Kollegen, bei denen das eindeutig so ist.

In unserer medialen Welt überschlagen sich dabei manchmal die Dinge. So kommt es mir aufgrund meiner intensiven Beobachtung der Materie jedenfalls vor. Deshalb ist es wichtig den Überblick zu behalten und sich möglichst neutral zu informieren aber auch zu äussern. Ich möchte mit diesem Artikel dazu beitragen, mehr Licht ins Dunkel zu bringen.

Und gleich vor ab, das Elektroauto ist nicht die eigentliche Disruption

Elektroautos sind eigentlich nur eine Auswirkung einer sich veränderten Welt mit disruptiven Charakter. Einer, durch die Globalisierung herbeigeführten, Disruption. Warum sind sie überhaupt aufgekommen?

Die westliche Welt hat eine Umweltdiskussion geführt und verschiedene internationale Gremien geschaffen, die dem Rest der Welt eine bestimmte Meinung über Umweltschutz auf oktroyieren sollte und wollte. Der Welt-Klimarat hat unter der Federführung der westlichen Länder, z.B. Deutschland, anderen Ländern vorgeschrieben, wie viel CO2 sie emittieren dürfen oder sollen. Weil man in Deutschland und anderen Ländern politisch der Meinung ist, der Mensch sei an aktuellen Klimaereignissen schuld. Und diese könne die Menschheit durch CO2 – Reduzierung in den Griff bekommen. Beim Schreiben solcher Sätze, wird mir immer wieder die ganze Tragweite solcher Dummheit bewusst. Nicht das ich gegen Umweltschutz wäre. Aber der Umweltschutz erweist sich mit der Klima-Debatte einen Bärendienst. Denn jeder der nur halbwegs vernünftig denken und sich informieren kann, muss zu dem Schluss kommen, das dieses Thema unlösbar ist. Aber dazu vielleicht ein anderes mal mehr.

China & USA, nicht die Grünen oder Umweltschützer, ist der Treiber

Ein besonders aufstrebendes Land, China, hat das am stärksten betroffen. Also haben sich die Chinesen, frei nach Konfuzius, eine Lösung ausgedacht, die diese Ambitionen des Westen, zu ihrem Vorteil umwandelt. Sie wussten schnell, dass sie die individuelle Mobilität der Massen, im eigenen Land, nicht durch Autos mit Verbrennungsmotoren erreichen könnten, ohne selber Schaden zu nehmen. Man wäre vom Öl-Preis durch die Länder, die die Macht über Öl haben, abhängig. Ausserdem müssten sie viel Technologie und Material bei anderen Unternehmen im Ausland aufkaufen um die Produktion von Autos mit Verbrennungsmotoren in grossen Stückzahlen im eigenen Land zu erreichen. Oder sie hätten den Marktführern aus dem Westen ihr eigenes Territorium vollkommen überlassen müssen. Was natürlich aus Chinesischer Sicht nicht geht.

Europäische und US-Unternehmen hatten sich schon die Hände gerieben in Zukunft VW Golf und Co. in Massen nach China verkaufen zu können. Zum Teil hat das ja auch geklappt. Bis zu dem Tag, als China beschlossen hat auf Elektroautos umzustellen. Für China hat das massive Vorteile. Einer davon ist, sich die Vorwürfe bestimmter Länder nicht mehr anhören zu müssen und umgekehrt das Umweltkonzept mit Elektroautos bei Verhandlungen in die Waagschale werfen zu können. Das kommt sicher gut an beim Klimagipfel.

Ein weiterer Vorteil für China ist, die Infrastruktur der Mobilität im Land viel schneller aufbauen zu können. Bis 2030 werden rund 1 Milliarde Menschen in China einen Führerschein haben. Würden diese alle Verbrennungsmotoren fahren, würde das Land untergehen. Mit der Herstellung von Elektroautos und modernen Mobilitätskonzepten, zum Beispiel von Didi Chuxing, ist es aber möglich diesen Bedarf zu decken. Ja, sogar durch Digitalisierung und Vernetzung Lösungen zu schaffen, die weit vor der technologischen Entwicklung der grossen Wirtschaftsmächte liegt. China kann auf der „grünen Wiese“ beginnen, wo andere erst „Abreissen“ und „Neu bauen“ müssen.

Mehrere Fliegen mit einer Klappe schlagen

Mit Elektroautos kann man viel leichter Mobilitätslösungen für diese Massen erstellen. Zum Beispiel durch autonom fahrende Fahrzeuge als Shuttle-Busse oder sogar individuelle, autonom fahrende Taxis. Gesagt getan. China ist in kurzer Zeit Weltmarktführer für Elektroautos geworden und geht die anderen Konzepte auch gezielt an. Aber nicht nur das. China beherrscht auch den Ressourcen-Markt für Elektroautos. Ob das die Rohstoffe für alle Arten von Batterien sind oder die Produktionskapazitäten. China dominiert den Markt. Ausserdem ist China sofort Kostenführer in der ganzen Branche geworden. Heute gilt: „if you make it in China, you make it everywhere“! Was für ein Treppenwitz der Weltgeschichte.

So erklärten die Chinesen auch schnell, dass sie durch Elektroautos, die weltweite Marktführerschaft in der individuellen und industriellen Mobilität erreichen möchten. Das ist auch für alle anderen hegemonialen Ziele ganz wichtig. Mittlerweile liefert China elektrische Busse für den öffentlichen Nahverkehr in die ganze Welt. Wohl gemerkt, fast zu der Hälfte der Kosten die andere Hersteller bieten können. Andere Produkte auf diesem Gebiet werden folgen und verheerende Auswirkungen auf die Märkte und Unternehmen in den klassischen Industrieländern schaffen.

Die Disruption ist mehr als ein einzelnes Produkt

Die eigentliche Disruption in der Automobilindustrie ist nicht das Elektroauto. Sondern, es ist eine ganze Palette an Veränderungen. Das aufstrebende China mit seinen Möglichkeiten und niedrigen Kosten ist eines davon. Verursacht durch die Globalisierungswünsch und dem Gier des Westens. Natürlich auch die Elektromobilität als Technik und Technologie. Aber auch alle damit verbundenen Dinge, wie autonomes Fahren, Ride-Hailing Konzepte, Veränderungen des öffentlichen Nahverkehrs, Veränderungen des Nutzerverhaltens, Fahrverbote in Städten und Regionen, künstliche Intelligenz, Digitalisierung und die Produkte die man damit erstellen kann. Alles hängt zusammen. Die westliche Automobilindustrie mit all ihren vor – und nach gelagerten Industrien wird durch eine massive Bewegung und Veränderungen auf der ganzen Welt durchgeschüttelt, im Waschgang geschleudert und am anderen Ende wieder in vollkommen neuer Konstellation ausgespuckt. Dabei wird kein Stein auf dem anderen bleiben und keine Schraube an der selben Stelle. Nur ein ganz kleiner Teil der Protagonisten wird an seinem alten Platz verharren können.

Prominente CEOs der Branche geben das sogar ganz offen zu. So z.B. der CEO von PSA Carlos Tavares. Er hat sogar 7 Mega Trends ausgemacht auf denen er seine Visionen aufbaut. Nur schreibt kaum jemand darüber. Es scheint so zu sein, als ob keiner der Überbringer der schlechten Nachricht sein will. Das, liebe Kollegen, ist aber genau unsere Aufgabe.

Die USA mit seiner Flexibilität und Menschen rund und mit Elon Musk haben das neben China erkannt

In den USA haben einige Menschen, Investoren und Geldgeber diese Entwicklung früh erkannt und halfen Elon Musk die Firma Tesla zu gründen. Tesla wurde 2003 gegründet, also schon etwas vor der Zeit als die Entwicklungen in China abzusehen waren. So lange ist es mindestens her, da die europäische Industrie den Anschluss verlor. Das war und ist extrem unprofessionell. Man muss da fast schon von Mutwilligkeit oder Vorsatz sprechen. Vielleicht mit dem Ziel irgendwann als „too big to fail“ mit Steuergeldern gerettet zu werden.

Aber, hier zeigte sich die Qualität der USA und seinen Tugenden. Das Land hat Menschen die diese Entwicklungen wahrnehmen und wahrgenommen haben. Das Land hat Menschen die das Risiko nicht scheuen auf einem neuen Markt, mit neuen Produkten, mit neuen Absatzwegen, mit komplett anderem Marketing und Vertriebswegen Milliarden zu investieren. Das Land hat Menschen die sich dieser Entwicklung annehmen und sie anpacken. Wie beschämend muss das für jemand von Aussen für Europa aussehen? Neben Tesla haben sich dann auch bald andere Unternehmen in den USA etabliert, die diesen Markt flexible und aus neuer Sicht angehen. Ob das Cruise, eine Tochter von GM, ist oder Waymo, von Alphabet Inc., oder Uber oder Lyft ist, die USA sind ganz weit vorne mit dabei die Mobilität der Zukunft zu gestalten. Wo steht bitte Europa?

Die Elektroautos sind nur ein, für alle, sichtbares Zeichen einer extrem grossen und schnellen Veränderung. Die uns auch in anderen Bereichen noch bevorsteht. Wie bei der Automobilindustrie, in Europa, sehen viele sie nur nicht auf sich zukommen. Der Westen ruht sich auf seinen Lorbeeren aus und schläft den Schlaf der Gerechten. Immer noch. Das haben die Römer nicht geglaubt, die Griechen und Azteken nicht. Die Geschichte beweist es uns aber heute. Zu spüren bekommen, werden es, vor allem, die kleinen Leute, kleine Selbständige, KMUs, die Arbeitskräfte und Familien, der Sozialstaat und die Politik. Also wie immer, die die das nicht in der Hand haben.

Wer hat welche Interessen und warum?

Die Automobilindustrie

Die klassische Automobilindustrie ist in vielen, meist westlichen Ländern, eine sehr wichtige Branche. Sie beschäftigt viele Menschen. Sie zahlt viel Steuern. Die Verbände und Lobbyisten sind stark und mächtig. Sie ist durch die Verbreitung von Elektroautos und der damit verbundenen Disruption am stärksten betroffen. Von dieser Branche leben direkt und indirekt sehr viele Menschen. Viele haben sich in ihr ein schönes Nest gebaut und haben lange an den alten „Verbrennern“ und allem was darum herum so anfällt gelebt. Die Hersteller haben Milliarden in Infrastruktur, Maschinen, Anlagen und Werke investiert. Investoren und Aktionäre haben viele Geld dort hinein gesteckt. Alles wird nun durch Elektroautos und der einhergehenden Disruption auf den Kopf gestellt.

Bei einer Umstellung bleibt kein Stein auf dem anderen. Schon aus diesen Gründen wird es in dieser Branche viele geben, die Elektroautos und den Veränderung die sie bringen werden, negativ gegenüber stehen. Vor einigen Jahren, wenn nicht Jahrzehnten, wurden bei Autos mehr und mehr Elektronik und Computer eingeführt. Schon diese, im Verhältnis kleine, Veränderung hat bei vielen aus der Branche extreme Abneigung gegen diese neuen Dinge erzeugt. Heute, nach Jahrzehnten der Einführung, gibt es immer noch Menschen, die auf Computer, Assistenzsysteme und Elektronik in Autos schimpfen. Eine grosse Zahl an Menschen in dieser Branche hat schlicht und ergreifend Angst vor der Veränderung, Angst vor dem Jobverlust oder wirtschaftlichen Einbussen. Das ist absolut gerechtfertigt, das ist absolut menschlich, aber es ändert nichts daran, dass die Veränderungen kommen werden. Und beides sollte man wissen und im Hinterkopf behalten.

Und nun kommt die Disruption in einer ganz anderen Dimension. Man kann sich vorstellen, wenn Elektronik schon „gestört“ hat, wie die Einstellung gegenüber massiven Umwälzungen der ganzen Branche wirken. Der Widerstand ist enorm. Anstatt, wie die Chinesen und US-Unternehmen, die Dinge anzupacken, wird in Europa alles bekämpft was den Status Quo verändern will. Das war schon in vielen Zeitepochen bei degenerierten Gesellschaften so. Alle verbindet heute eins. Sie sind radikal untergegangen.

Abhängige Industrie

Zulieferer, Ersatzteillieferanten, Tankstellenbesitzer, Werkstätten, Öl- und Benzin / Diesel – Industrie, Forschungseinrichtungen, Prüfungsgesellschaften und viele mehr sind direkt oder indirekt von der Umstellung auf Elektroautos stark betroffen. Wenn weniger Öl, Benzin oder Diesel gebraucht wird, werden Öl-Konzerne und Raffinerien weniger verdienen. Sie müssen schrumpfen. Mitarbeiter entlassen. Sich umstrukturieren. Alles keine schönen Dinge. Da wäre es doch gut, wenn alles so bliebe wie bisher? Eine Branche mit viel Einfluss auf Politik und Gesellschaft. Man denke nur mal an die Verteilungskriege, die geführt wurden, um an das schwarze Gold zu gelangen, dem Öl für Benzin? Noch bis vor ein paar Jahren wurde der Irak-Krieg, in dem rund 1 Mio. Menschen starben, nur aus diesem Grund geführt. So mächtig ist diese Branche. Und nun kommt eine Veränderung, die ihr die Macht nimmt. Kein Wunder, dass es hier ein paar Leute gibt, die auf Elektroautos gar nicht können.

Ein Elektroauto braucht ungefähr nur ein Zehntel der Wartung, als ein Benzin- oder Dieselfahrzeug. Ein wichtiger Grund für die Kaufentscheidung vieler Kunden. Denn sie fühlen sich schon lange bei Verbrennern über den Tisch gezogen. Extrem hohe Preise, viel zu kurze Service-Intervalle, alles Dinge die man schon lange hätte ändern können. Kunden konnten aber nicht ausweichen. Jetzt können sie es und sie werden es tun. So ist das halt, wenn eine Branche alles dominiert und aus der Haltung auf dem Ross regiert. Kundenorientierung ist was anderes. Das habe ich auch persönlich im Laufe meines Autolebens (ca. 45 Jahren) immer wieder erleben müssen.

90 % weniger Teile

Die Maschinenbau-Industrie liefert einen Grossteil ihrer Produkte an die Autoindustrie, an Zulieferer und an die vorgelagerte Industrie – zum Beispiel Chemie. Natürlich werden weiterhin Türen, Motorhauben und andere geformte Bleche benötigt, die durch Pressen, Walzen oder Tiefziehanlagen hergestellt werden. Aber ein Elektroauto besteht aus viel weniger Teilen als ein Auto mit Verbrennungsmotor. Man spricht von einem Zehntel der Teile. Das heisst an vielen Stellen werden bei Zulieferern einfach viele Teile nicht mehr hergestellt werden müssen, sollte die Produktion von Autos überhaupt noch weiter hier im Westen stattfinden.

Denn einhergehend mit dem Wechsel zu Elektroautos wird auch die Verlagerung der Produktion passieren. Wie schon geschrieben, ist China schon jetzt das dominierende Land was die Produktion von Elektroautos und Mobilitätslösungen angeht. Nicht nur das die klassische Industrie gegen ein neues Produkt und neue Hersteller ankämpfen muss, sie hat auch die Kostenführerschaft aus der Hand gegeben. Die Margen die zukünftig mit Elektroautos zu erzielen sind, lassen die Produktion dieser Fahrzeuge in Europa nicht zu. Dazu sind die Stückkosten hier einfach zu hoch und die Margen dadurch zu niedrig. Kein Investor würde darauf wetten, dass in Europa noch profitable Autos gebaut werden können. Also werden in Zukunft in Europa nur noch Edel-Karossen für die 1 % Reichen gebaut – oder die Fahrzeuge die man hier vor Ort „gerade“ braucht. Aber die Masse wird in den USA, China, Korea oder Indien hergestellt.

Wasserstoff ist keine Alternative

Viele aktuelle Massnahmen in Europa aber auch in den USA in der klassischen Automobilindustrie sind Massnahmen zum abblocken, verzögern der oder ausweichen vor der Entwicklung. Gerade habe ich wieder gelesen, dass man doch Hybrid und andere Alternativen wie Wasserstoff, Erdgas oder Brennstoffzelle als Antrieb nicht auf Eis legen und diese in Europa zumindest für die Übergangszeit nutzen sollte. In jeder anderen wirtschaftlichen Situation wird ihnen jeder CEO sagen „halbschwanger gibt es nicht“. Und er hätte recht. Die ganzen Zwischenlösungen sind Mittel zum Zweck für ein „Schrecken ohne Ende“, was viel mehr Leid verursacht, viel mehr Kosten produziert, als ein beherzter und voller Wechsel.

Alle Alternativen zum reinen Elektroauto haben grosse Nachteile, die die Kunden, die Gesellschaft und Wirtschaft tragen muss. In einem immer stärker werdenden globalen Konkurrenzkampf ist es unmöglich solche Kostennachteile von 20 bis 30 % zu tragen ohne gesamtheitlich grossen Schaden zu erleiden. So werden Steuergelder die in Wasserstoff gesteckt werden in einem dunklen Loch verschwinden und wenn, dann nur einen minimalen wirtschaftlichen Effekt erbringen.

Wäre die „alte“ Welt so dynamisch, wie der Rest, hätte sie selber „reine“ Elektroautos forciert

Die Disruption durch „Elektroautos“ und all ihre Nebeneffekte war, lange voraus, abzusehen. In China, Indien und dem Rest der Welt, mit extrem viel mehr Konsumenten, wäre eine „Autoindustrie“ mit Verbrennungsmotoren und Öl – Verbrauch, mit Vorbild Europa und USA, aus verschiedensten Gründen undenkbar. Die klassische Industrie hat abgewartet, zugeschaut und erst als es fast ganz zu spät war, selber daran mitgewirkt. Das ist und war auf jeden Fall Vorsatz und ein risikoreiches Spiel auf dem Rücken der kleinen Leute. Nicht nur die Wirtschaft sondern auch die Politik hat sträflichst seine Hausaufgaben versäumt und viel zu spät gehandelt. Und selbst jetzt, da sich die grossen alle zu Elektroautos bekennen, wird eine Verzögerungstaktik vollzogen, die seines Gleichen sucht.

Das Ergebnis ist, dass andere die „Führerschaft“ übernommen haben. Das in Europa und den USA immer mehr Arbeitsplätze wegfallen, die man hätte retten können. Dementsprechend werden die Einkommen sinken, so wie natürlich die Zahlungen in die Steuertöpfe und Sozialkassen. Die Autoindustrie in Europa und den USA ist von zentraler Bedeutung. Man hat aber so getan, als ob man für immer der Herrscher darüber wäre und aus dem Vollen schöpfen könnte. Diese Haltung wird zu einem massiven Wohlstandverlust führen. Es ist also vollkommen müssig über die Vor- und Nachteile von Elektroautos zu Autos mit Verbrennungsmotoren zu diskutieren, wenn das Problem ganz woanders zu verorten ist.

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